
Mössbauerspektrometer
Die Mössbauer-Spektroskopie ist eine elementspezifische Meßmethode. Da Eisen das vierthäufigste Element der Erde ist, wird in den Geowissenschaften vor allem Eisen durch diese Methode untersucht. Die Mössbauer-Spektroskopie liefert uns Information auf kleinstem Maßstab über die chemische Umgebung von Eisenatomen in Mineralen. Zum Beispiel ist die Mössbauer-Spektroskopie eine der besten Methoden für die Bestimmung von zweiwertigem (Fe2+) und dreiwertigem (Fe3+) Eisen in Festkörpern. Dies ist wichtig für die Untersuchung von Oxidations-Reduktions-Prozessen in der Natur. Neben der Wertigkeitsbestimmung kann auch die Koordination des Eisens in der Kristallstruktur bestimmt werden (d.h. die Anzahl der Bindungen zwischen Eisen und die benachbarten Anionen).
Das Diagramm (Bild rechts) zeigt ein Spektrum von Granat aus dem Jagersfontein-Kimberlit, Südafrika. Diese Probe stammt aus ca. 200 km Tiefe. Die X-Achse, mit "velocity" (Geschwindigkeit) gekennzeichnet, darf als eine empfindliche Energieskala betrachtet werden. Zwei Arten von Eisen sind festzustellen: Fe2+ auf den 8-fach koordinierten Gitterplätzen und Fe3+ auf den 6-fach koordinierten Plätzen in der Granatstruktur. Das Verhältnis von Fe3+ zum gesamten Eisen kann durch eine mathematische Anpassung ermittelt werden, um den "Redoxzustand" des Granats bestimmen zu können.
Kontakt Prof. Alan B. Woodland Tel. ++49(0)69-798-23104 Fax ++49(0)69-798-22101 eMail: 
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geändert am 09. April 2009 E-Mail: Webmasterkautz@kristall.uni-frankfurt.de
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